GREMIEN
David Lindemann ist Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Saarlandes sowie Bevollmächtigter für Europaangelegenheiten. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes begann er seine berufliche Laufbahn als Volljurist bei der Agentur für Arbeit. Es folgten mehrere Stationen in Brüssel, unter anderem im Europabüro des Deutschen Landkreistages sowie in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz. Anschließend war Lindemann in leitenden Funktionen innerhalb der SPD-Landtagsfraktionen in Rheinland-Pfalz und im Saarland tätig. Seit 2016 bekleidete er verschiedene Führungspositionen im saarländischen Wirtschaftsministerium, zuletzt als Abteilungsleiter für Grundsatzfragen, Planung und Kommunikation. Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert er sich ehrenamtlich unter anderem im saarländischen Fußballverband sowie in sozialen Organisationen.
© ETH
Srdjan Capkun (Srđan Čapkun) Professor in der Informatik der ETH Zürich und Direktor des Zurich Information Security and Privacy Center (ZISC). Er wurde in Split, Kroatien geboren. Er erhielt 1998 seinen Dipl.-Ing.-Abschluss in Electrical Elektrotechnik/Informatik der Universität Split und promovierte 2004 im Bereich der Kommunikationssysteme der EPFL. Bevor er 2006 an die ETH Zürich kam, war er postdoktoraler Forscher im Networked & Embedded Systems Laboratory (NESL) der Universität Kalifornien in Los Angeles und Assistenzprofessor in der Fachrichtung für Informatics and Mathematical Modelling der Technischen Universität Dänemark (DTU). Seine Forschungsinteressen liegen in der System- und Netzwerksicherheit. Seine Schwerpunktgebiete sind die Sicherheit drahtloser Verbindungen (v.a. Secure Positioning) und Systemsicherheit, wobei er sich auf Trusted Computing und Blockchain-Technologien konzentriert. Er ist Mitgründer von 3db Access, einer Firma, die sich u.a. mit Zugangskontrollen beschäftigt, und Sound-Proof, einem Spin-off, das sich auf benutzerfreundliche Online-Authentifizierung konzentriert. 2016 hat er denn ERC Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats für ein Projekt im Bereich Secure Positioning drahtloser Netzwerke erhalten.
Thomas Caspers ist seit 2025 Vizepräsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Zuvor war er als Leiter der Abteilung Technologiestrategie und Informationstechnik von 2019 bis 2025 mit den Fachbereichen und Referaten seiner Abteilung für die Arbeiten des BSI zu IT-Systemen, Cloud Computing sowie Künstlicher Intelligenz verantwortlich. Mit einem weiteren Fachbereich für die interne Informationstechnik stellte er zudem die Digitalisierung des Bundesamts sicher. Schließlich koordinierte er abteilungsübergreifend die Technologiestrategie des BSI.
Als von den NATO-Mitgliedsstaaten gewählter Vorsitzender leitete Thomas Caspers von 2018 bis 2021 in Brüssel das Capability Panel InformationAssurance und Cyber Defence des Bündnisses. Seit 2021 vertritt er Deutschland im Governing Board des neuen European Cybersecurity Competence Centre (ECCC) der EU in Bukarest, 2023 wurde er in den Aufsichtsrat des CISPA Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit in Saarbrücken berufen.
In seiner vorherigen Verwendung als Fachbereichsleiter Evaluierung und Betrieb von Kryptosystemen im BSI schuf er von 2015 bis 2019 über die technische Evaluierung informationssichernder Systeme der Bundesverwaltung, EU und NATO die operativen Grundlagen für die nationale und internationale Verarbeitung und Übertragung von Verschlusssachen.
In weiteren Positionen leitete er seit 2003 zudem die BSI-Aktivitäten in den Bereichen Betriebssysteme, Trusted Computing und sichere Plattformen, zuvor war er in verschiedenen Industrieunternehmen der instrumentellen Analytik und Medizintechnik tätig. Thomas Caspers studierte an der Universität Bonn Physik und Astronomie und ist Diplom-Physiker.
Christine Regitz ist Aufsichtsrätin, Technologieexpertin und strategische Beraterin mit besonderer Erfahrung in Software, digitaler Transformation und Governance. Ihre Arbeit verbindet unternehmerische Praxis mit dem Engagement für Wissenschaft, Bildung und den Transfer technologischer Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft.
Von 2022 bis Anfang 2026 war sie Präsidentin der Gesellschaft für Informatik e.V. und ist heute deren Past President. Sie war die erste Frau an der Spitze der Gesellschaft für Informatik. In dieser Rolle setzte sie sich insbesondere für digitale Souveränität, informatische Bildung, den Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis sowie die strategische Bedeutung von Softwarekompetenz ein.
Christine Regitz verfügt über umfangreiche Erfahrung aus Aufsichtsrats- und Beiratsmandaten. Sie war von 2015 bis 2024 Mitglied des Aufsichtsrats der SAP SE und dort unter anderem im Technologie- und Strategieausschuss, im Personal- und Governance-Ausschuss sowie im Finanz- und Investitionsausschuss tätig. Darüber hinaus ist sie Mitglied des Aufsichtsrats von HV Capital sowie des Aufsichtsrats von Schloss Dagstuhl – Leibniz-Zentrum für Informatik.
Weitere Gremien- und Beratungsfunktionen umfassen unter anderem den Rat für Informationsinfrastrukturen, das Kuratorium des Deutschen Museums und das Kuratorium der Steinbeis-Stiftung.
Sie studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität des Saarlandes sowie an der Università degli Studi di Bari in Italien. Vor ihrem Wechsel zur SAP SE war sie als Beraterin bei der IDS Prof. Scheer GmbH tätig. Seit 1994 arbeitet sie in unterschiedlichen Führungs- und Expertenrollen für die SAP SE.
Christine Regitz ist zudem ehrenamtliche Saarland-Botschafterin.