E-mail senden E-Mail Adresse kopieren
2026-07-03
Felix Koltermann

Team aus Schweden holt Titel bei erster CISPA European Cybersecurity & AI Hackathon Championship

24 Stunden voller Ideen, Teamwork und wissenschaftlicher Höchstleistungen: Mit einer feierlichen Preisverleihung auf dem Ingobertusfest in St. Ingbert ist heute die erste CISPA European Cybersecurity & AI Hackathon Championship zu Ende gegangen. Für das große Finale des europaweiten Wettbewerbs reisten 50 Nachwuchsforschende aus ganz Europa ins Saarland. Begleitet von einem musikalischen Rahmenprogramm mit Auftritten der CISPA-Band She Said Boom, Oku And The Reggaerockers und The Razzzones wurden die drei erstplatzierten Teams für ihre besondere Leistung gefeiert.

Jubel brandete vor der Bühne in der St. Ingberter Innenstadt auf, als die Namen des Gewinnerteams verkündet wurden. Nach einem spannenden und kräftezehrenden 24-stündigen Hackathon setzte sich Team SeeWeedZ aus Schweden mit seiner Lösung gegen die Konkurrenz aus ganz Europa durch. Die aus CISPA-Forschenden bestehende Jury zeigte sich beeindruckt von der innovativen Methodik sowie der besonders effizienten Lösung der Preisträger:innen. Mit seiner herausragenden Leistung sicherte sich Team SeeWeedZ ein von G Research gestiftetes Preisgeld von 4.000 Euro. Die Teams Syntax Terror und Advanced Persistent Thinkers aus Polen belegten die Plätze zwei und drei und wurden mit Preisgeldern in Höhe von 2.000 Euro beziehungsweise 1.200 Euro ausgezeichnet, gestiftet von G Research beziehungsweise QuantPi.

24-stündiger Coding-Marathon

Das Grand Finale der CISPA European Cybersecurity & AI Hackathon Championship startete am 2. Juli im CISPA-Hauptgebäude am Stuhlsatzenhaus in Saarbrücken mit einer Keynote von Tomáš Souček (Meta FAIR Paris). Nach der Bekanntgabe der Aufgaben hatten die 17 Teams 24 Stunden Zeit, diese zu lösen. Die Aufgaben umfassten das Erkennen von Wasserzeichen in Text, die Unterscheidung von Trainingsdaten und generierten Daten sowie die Rekonstruktion von Daten in kollobarativem Lernen. 24 Stunden später präsentierten die laut Scoreboard sechs bestplatzierten Teams ihre Lösungen vor der Jury, die anschließend die Gewinner bestimmte. Die Teams, die im Finale gegeneinander antraten, hatten sich bei einem der sechs regionalen Vorentscheide qualifiziert, die zwischen November 2025 und Mai 2026 in Paris, Wien, Stockholm, München, Barcelona und Warschau stattfanden. Insgesamt nahmen 300 Nachwuchsforschende, von Bachelorstudierenden bis hin zu PhDs, an der Championship teil.

Vielversprechende Lösungsansätze der Nachwuchsforschenden

Federführend entwickelt wurde die Championship von den CISPA-Faculty Dr. Adam Dziedzic und Dr. Franziska Boenisch, die gemeinsam das SprintML Lab leiten. Gemeinsam mit ihren Teams konzipierten sie die Aufgabenstellungen und verantworteten die wissenschaftliche sowie technische Begleitung des Wettbewerbs. „Mich hat beeindruckt, wie schnell sich die Teilnehmenden in hochkomplexe Fragestellungen eingearbeitet haben. Dabei sind Lösungen entstanden, an die wir selbst nicht gedacht hatten. Wir haben eine unglaubliche Begeisterung und einen bemerkenswerten Ideenreichtum erlebt,“ so Dziedzic. Boenisch fügt hinzu: „Unser Ziel war es, jungen Talenten die Möglichkeit zu geben, Forschung hautnah zu erleben und sich über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen. Die Championship hat gezeigt, wie Hackathons wissenschaftliche Neugier fördern und neue Perspektiven auf aktuelle Forschungsfragen eröffnen können. Damit fördern wir nicht nur Talente aus ganz Europa, sondern schaffen zugleich neue Perspektiven für die sichere und verantwortungsvolle Entwicklung von KI-Systemen.“

Über die Hackathon Championship

Die CISPA European Cybersecurity & AI Hackathon Championship ist ein europaweiter Wettbewerb, der von November 2025 bis Juni 2026 vom CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit organisiert wird. In regionalen Vorentscheiden in großen europäischen Universitätsstädten treten Bachelor- und Masterstudierende in Teams von bis zu vier Personen an, um innerhalb von 24 Stunden Herausforderungen aus den Bereichen KI und Cybersicherheit zu lösen. Die Gewinner:innen der einzelnen Städte qualifizieren sich für das große Finale in St. Ingbert, wo sie um Geldpreise, Trophäen und Zertifikate konkurrieren. Durch die Zusammenführung junger Talente aus ganz Europa soll diese Meisterschaft nicht nur Innovation und Kompetenzen in vertrauenswürdiger KI und Cybersicherheit fördern, sondern auch eine gesamteuropäische Gemeinschaft aufbauen, die sich der Sicherung unserer digitalen Zukunft verschrieben hat.