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2026-03-20
Eva Michely

CISPA in Südafrika: Strategische Forschungspartnerschaften in Cybersicherheit und Vertrauenswürdiger KI

Nach der Unterzeichnung von Memoranda of Understanding mit der University of Cape Town (UCT) und der University of the Witwatersrand (WITS) im Oktober 2025 reiste im Februar eine CISPA-Delegation nach Südafrika, um die Beziehungen zu beiden Kooperationspartnern weiter auszubauen. Der Forschungsbesuch führte zu fruchtbaren Diskussionen über gemeinsame Herausforderungen in den Forschungsökosystemen des Globalen Nordens und des Globalen Südens und zeigte so wichtige Chancen für gemeinsame Forschungsprojekte und den langfristigen Kapazitätsaufbau auf. Zusammen möchten CISPA, WITS ein global vernetztes Forschungsökosystems in Cybersicherheit und vertrauenswürdiger KI fördern und digitale Umgebungen sicherer gestalten.

Im Rahmen seiner International Strategy baut das CISPA vielversprechende Partnerschaften mit renommierten Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt auf. Die Partnerschaften mit der UCT und der WITS sind ein Bestandteil dieser Bemühungen, wie Faith Blakemore, Head of International Affairs and Science Relations, erklärt: „Als öffentlich finanziertes Forschungszentrum will das CISPA wirkungsvolle Forschungsergebnisse für die Gesellschaft erzielen. Der Aufbau dynamischer Partnerschaften auf dem afrikanischen Kontinent ist eine notwendige Voraussetzung, wenn unsere Forschung seine maximale internationale Wirkung erzielen soll. Die Zusammenarbeit mit der UCT und der WITS eröffnet neue wissenschaftliche Pfade in Cybersicherheit und vertrauenswürdiger KI sowie für beide Seiten dienliche Prozesse des Wissenserwerbs und -austauschs.“ Die CISPA-Delegation, bestehend aus leitenden Wissenschaftler:innen sowie Kolleg:innen aus den Bereichen Science Support und Wissenstransfer, bot an der WITS und an der UCT eine Reihe von wissenschaftlichen Vorträgen sowie gezielte Outreach-Aktivitäten an.

 

An der University of the Witwatersrand: Globale Perspektiven in der Cybersicherheitsforschung, der Hochschullehre und der internationalen Zusammenarbeit

 

Während ihres Besuchs an der WITS hielten CISPA-Faculty insgesamt sechs Gastvorträge, die zu lebhaften Diskussionen mit Studierenden und Dozent:innen über vielfältige Themen aus Cybersicherheit und vertrauenswürdiger KI anregten. Im Rahmen dieses Austauschs kristallisierten sich auch Kooperationsbereiche heraus, in denen CISPA-Forschende ihre Expertisen gewinnbringend in der südafrikanischen Cybersicherheits-Community einbringen können. Weitere Gespräche drehten sich um die beiden neuen Masterstudiengänge im Bereich Cybersicherheit an der WITS, die in enger Zusammenarbeit mit CISPA-Forschenden entwickelt wurden. In einem wissenschaftlichen Speed-Dating hatten CISPA-Forschende und WITS-Studierende die Gelegenheit, sich kennenzulernen und ihre Forschungsinteressen auszutauschen.

 

Ein besonderes Highlight des zweitägigen Aufenthalts an der WITS war der Besuch von Holger Bodag, Head of Research and Education an der Deutschen Botschaft in Südafrika. In seinem Vortrag hob Bodag insbesondere die Aktivitäten hervor, die 2026 anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Wissenschafts- und Technologieabkommens zwischen Deutschland und Südafrika ausgerichtet werden. Die beiden Länder unterzeichneten das Abkommen 1996 mit dem Ziel, gemeinsame Forschungsprojekte und Innovationen in den MINT-Fächern zu fördern.

 

An der Universität Kapstadt: Deutsche und südafrikanische Forschungsperspektiven in Cybersicherheit und vertrauenswürdiger KI

 

Mit ihren Kolleg:innen an der UCT erörterte die CISPA-Delegation vor allem Möglichkeiten für strategische Kooperationen und gemeinsame Forschungsprojekte. In einer Reihe von Vorträgen stellten CISPA-Forschende ihre Arbeit leitenden Wissenschaftler:innen an der UCT vor. Beide Seiten konnten so erkennen, wo sich ihre Forschungsinteressen überschnitten und ergänzten. Die Gastgeber:innen präsentierten ihrerseits die spannende Arbeit der Institute für Information Systems und Computer Science an der UCT. Der Fokus lag insbesondere auf den Forschungsgruppen für Cybersicherheit und künstliche Intelligenz, wie beispielsweise das „C3SA – Cybersecurity Capacity Centre for Southern Africa“ und dem „African Hub for AI Safety, Peace and Security“. Professor Thokozani Majozi, der stellvertretende Vizekanzler für Forschung und Internationalisierung an der UCT, sagte seine Unterstützung für die gemeinsamen Maßnahmen zu, die zum Ausbau des akademischen Angebots in den Bereichen Cybersicherheit und sichere KI erforderlich sind.

Outreach im Fokus: Erfahrungen, Strategien und Best Practices für den Wissenstransfer in der Cybersicherheit

 

Zur gleichen Zeit startete ein anderer Teil der CISPA-Delegation sein Outreach-Programm im Cape Town Science Centre. Das Science Centre ist eine Bildungseinrichtung, die mit ihren Angeboten den schulischen Lehrplan in den MINT-Fächern komplementieren möchte. Vertreter:innen des CISPA Cysec Lab waren dazu eingeladen worden, einen eintägigen „Train-the-Trainer“-Workshop durchzuführen und einige ihrer interaktiven Lernstationen und Best Practices vorzustellen. In Diskussionsrunden mit dem pädagogischen Personal des Science Centre tauschten sich unsere Kolleg:innen über Strategien und Methoden für den Wissenstransfer sowie Ideen für eine zukünftige Zusammenarbeit aus. Zudem erörterten sie Möglichkeiten, Inhalte aus der Cybersicherheit in die bestehenden Programme des Science Centre zu integrieren.

 

Der Höhepunkt des Outreach-Programms bildete eine zweitägige Summer School auf dem Campus der UCT, die gemeinsam von der UCT und dem CISPA organisiert wurde. In Vorträgen, Workshops und Diskussionen hatten 40 Masterstudierende und Doktoranden die Gelegenheit, sich mit renommierten internationalen Expert:innen in Cybersicherheit und vertrauenswürdiger KI auszutauschen. Mit ihrem Fokus auf kollaborativem Lernen und dem Bilden von Netzwerken verkörperte die Summer School genau jenen Geist der Zusammenarbeit, des Engagements und des Entgegenkommens, der auch die dynamischen Partnerschaften des CISPA in Südafrika prägt.