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© CISPA/Tobias Ebelshäuser

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2026-04-16
David Baus

CISPA begrüßt Helmholtz-Präsident: Durchbrüche in der Cybersicherheit und Erfolgsgeschichten von Startups

Seit Martin Keller der neue Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft ist, besucht er alle 18 Helmholtz-Zentren. In dieser Woche hatte das CISPA die Ehre, Martin Keller zu begrüßen und seine bahnbrechende Forschung sowie das lebendige Startup-Ökosystem vorzustellen. Im Mittelpunkt stand dabei, wie wissenschaftliche Durchbrüche in praxistaugliche Lösungen für eine sichere digitale Zukunft transformiert werden.

Am 14. April 2026 hatte das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit die Ehre, Martin Keller, den Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft, im Rahmen seiner Tour durch alle 18 Helmholtz-Zentren zu empfangen. Begleitet von Sabine Helling-Mögen, der Geschäftsführerin der Helmholtz-Gemeinschaft, und weiteren Vertretern, tauschte sich Keller mit den Forschungsgruppen und Gründer:innen des CISPA aus. Dabei wurde die zentrale Rolle des Zentrums bei der Weiterentwicklung der Cybersicherheit und der Förderung von Innovation hervorgehoben.

Ein Rundgang durch exzellente Forschung

Der Besuch begann mit einer Einführung durch Michael Backes, CEO und Gründungsdirektor des CISPA, der die Vision und die Errungenschaften des Zentrums vorstellte. Keller und seine Delegation erhielten anschließend Einblicke in verschiedene Forschungsgruppen. Sie informierten sich über die Arbeit des CISPA zu sicherer Software, Hardware und vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz (mehr dazu hier). Diese Projekte unterstreichen das Engagement des CISPA für die Entwicklung robuster und zuverlässiger digitaler Systeme, die den drängendsten Herausforderungen unserer Zeit begegnen.

Startups mit Wirkung fördern

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs lag auf dem Engagement des CISPA im Bereich Technologietransfer und Unternehmertum. Dabei wurden verschiedene innovative Lösungen aus dem CISPA-Ökosystem vorgestellt, die Spitzenforschung mit konkreten praktischen Anwendungen verbinden. Im Mittelpunkt standen mehrere Startups, die unterschiedliche Aspekte digitaler Sicherheit und datengetriebener Technologien adressieren.

Im Bereich der industriellen Cybersicherheit wurde die kommende Gründung GuardSphere von Nazligül Keske präsentiert. Die Lösung fokussiert sich auf Operational Technology (OT) Security und verfolgt das Ziel, kritische Infrastrukturen vor Cyberbedrohungen zu schützen. Dazu werden fortschrittliche Systeme zur Überwachung und Angriffserkennung in industriellen Kontrollumgebungen entwickelt. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung zum CISPA Founders Fellowship Program, das den Übergang von Forschung in unternehmerische Anwendungen gezielt unterstützt und von Nazligül Keske als Alumna verkörpert wird.

Darüber hinaus wurde mit InputLab, gegründet von Dominik Steinhöfel, eine Plattform zur Generierung vollständig synthetischer Testdaten vorgestellt. Diese unterstützt strukturierte Formate wie XML, JSON und OpenAPI und ermöglicht Softwareentwicklung und Tests ohne den Einsatz realer sensibler Daten. Dadurch wird nicht nur die DSGVO-Konformität sichergestellt, sondern auch die systematische Abdeckung von Grenzfällen und Extrembedingungen verbessert. Dies trägt wesentlich zur Erhöhung der Robustheit und Sicherheit moderner Softwaresysteme bei, insbesondere in stark regulierten Branchen wie FinTech, Gesundheitswesen und öffentlicher Verwaltung.

Im Bereich der Medien- und Informationssicherheit präsentierte anschließend Detesia, vertreten durch Tim Walita, eine Deepfake-Erkennungsplattform. Die Lösung kombiniert mehrere KI-Modelle, um Manipulationen in Bildern, Videos und Audiodateien zuverlässig zu erkennen. Sie richtet sich insbesondere an Organisationen, die auf verifizierbare Medienauthentizität angewiesen sind, darunter Strafverfolgungsbehörden, Medienhäuser und Finanzinstitute. Mit hoher Genauigkeit und forensischen Analysemöglichkeiten leistet Detesia einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung digitaler Desinformation.

Abgerundet wurde die Vorstellung durch VISS, vorgestellt von Maximilian von Lonski, das ein hardwarebasiertes Sicherheitskonzept verfolgt. Die Technologie schützt Computersysteme vor Cyberangriffen, indem kritische Komponenten isoliert werden. Aktuell wird VISS im Rahmen des NATO-DIANA-Programms gefördert, was die strategische Bedeutung des Ansatzes für den Schutz moderner digitaler Infrastrukturen unterstreicht.

© CISPA/Tobias Ebelshäuser
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Während des Austauschs sprachen die Gründer:innen nicht nur über ihre technologischen Fortschritte, sondern auch über die Herausforderungen, Forschungsergebnisse in marktreife Produkte zu überführen. Ihre Geschichten unterstrichen die Rolle des CISPA als Katalysator für Innovation, der die notwendigen Ressourcen und Mentoring-Programme bereitstellt, um visionäre Ideen in skalierbare Lösungen zu verwandeln.

Forschung für gesellschaftlichen Wandel

Martin Kellers Besuch bestätigte die gemeinsame Vision, dass Forschung messbare gesellschaftliche Auswirkungen erzielen muss. Die Beiträge des CISPA zu sicheren, effizienten und vertrauenswürdigen Systemen stehen im Einklang mit der Mission der Helmholtz-Gemeinschaft, globale Herausforderungen zu bewältigen. Durch die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie trägt das CISPA dazu bei, eine sicherere und widerstandsfähigere digitale Welt aufzubauen.